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Man nennt mich Ameisenbär...

Man nennt mich Ameisenbär...

Christine Nöstlinger

Als Thesi noch klein war, hat sie nicht gewusst, dass sie nicht hübsch ist. Erst in der Schule hat sie gemerkt, dass mit ihrem Gesicht irgendwas nicht stimmt. Wie sie es eines Tages dennoch schafft, sich mit ihrem Spiegelbild anzufreunden, erzählt Christine Nöstlinger schwungvoll und witzig, dabei aber immer realistisch und glaubwürdig.

Schlagworte:
Außenseiter, Coming of Age, Familie
Zeit:
Unbestimmte Gegenwart
Schauplatz:
Eine unbestimmte Stadt
Hauptfiguren:
Maria-Theresia, genannt Thesi (12 J.), ihre ältere Schwester Sophie, ihre Eltern, ihre Großmutter, Thesis "Brieffreund" Axel und ihr Nachbar Friedrich

Inhalt

Schönheit liegt im Auge des Betrachters!

Eigentlich hat Thesi (12 Jahre) eine nette Familie und in der Schule gute Noten. Glücklich ist sie trotzdem nicht. Als Thesi noch ein kleines Mädchen war, wusste sie nicht, dass sie Mausaugen, eine Nase wie ein Zinken und einen Unterbiss hat. Sie bekam nur mit, dass die Leute zu ihrer hübschen, zwei Jahre älteren Schwester Sophie um einiges freundlicher waren. Aber mit Schuleintritt wurde ihr dann schnell klar, dass mit ihrem Gesicht etwas nicht stimmt. Die gut gemeinten Verschönerungsversuche ihrer - ebenfalls attraktiven - Mutter helfen da gar nicht, im Gegenteil. Kein Wunder, dass Thesi in ihrem Lieblings-Tagtraum einen schweren Autounfall hat und im Krankenhaus mit neuem, „schönen“ Gesicht wieder aufwacht… So richtig kompliziert wird Thesis Leben, als sie ihrem Brieffreund, dem gleichaltrigen Axel, ein Foto ihrer Schwester schickt, statt einem Bild von ihr selbst. Und auch in der Schule gerät sie in die Zwickmühle, weil sie bei einer eher fiesen Aktion ihrer Klassenkameraden gegen eine Lehrerin nicht mitmachen will. Zum Glück hat Thesi ihre Nachbarn Friedrich, der Thesis Familie klar macht, wie unglücklich Thesi mit ihrer Optik ist, und ihre Oma: die hat ebenfalls unter ihrem Aussehen zu leiden gehabt und steht Thesi mit Trost und Hilfe zur Seite.
Wie Thesi lernt, sich mit ihrem Äußeren zu arrangieren und dass es auch Jungs geben kann, die sie so mögen, wie sie ist, ganz ohne Schönheits-OP, das erzählt Christine Nöstlinger so ehrlich und zugleich komisch, wie nur sie es kann!

Über die Autorin

Christine Nöstlinger, 1936 in Wien geboren, gehört zu den erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren der Gegenwart. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Gebrauchsgrafik an der Akademie für Angewandte Kunst. 1970 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch, das Bilderbuch »Die feuerrote Friederike«. Heute hat sie über 100 Bücher für alle Altersgruppen herausgebracht, fantastische und realistische, immer sozial engagierte Geschichten, die in viele Sprachen übersetzt worden sind. Eine ihrer bekanntesten Figuren ist der »Franz«, der mit seinem Charme zum Liebling der Leseanfänger geworden ist. Als Meisterwerk ihrer fantastischen Erzählungen gilt »Konrad, das Kind aus der Konservenbüchse«. Viele ihrer Bücher wurden verfilmt. Christine Nöstlinger, die auch als Journalistin arbeitet und Romane, Essays, Zeitungskolumnen und Lyrik schreibt, hat viele renommierte Literaturpreise erhalten. 2002 war sie die erste Preisträgerin des neu geschaffenen Astrid Lindgren Gedächtnispreises ALMA. In der Begründung der Jury hierfür heißt es: "Christine Nöstlinger ist eine wahre Nichterzieherin im Sinne Astrid Lindgrens. Ihre vielseitige und äußerst engagierte Tätigkeit als Schriftstellerin ist geprägt von respektlosem Humor, scharfsinnigem Ernst und stiller Wärme, und sie steht vorbehaltlos auf der Seite der Kinder und Außenseiter."

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