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Olfi Obermeier und der Ödipus – Eine Familiengeschichte

Olfi Obermeier und der Ödipus – Eine Familiengeschichte

Christine Nöstlinger

Olfi, 14 Jahre, ist der einzige Mann unter sieben Frauen. Auf die Dauer gibt das Frust, deshalb macht er sich auf die Suche nach seinem verheimlichten Vater. Wie Olfi seine Männlichkeitskrise durchlebt und bewältigt - und dabei seine erste große Liebe trifft und eine andere weniger große loswird -, das lässt Christine Nöstlinger ihn selbst erzählen, unbekümmert, flapsig und mit viel Humor.

Schlagworte:
Coming of Age, Familie, Komödie
Zeit:
Unbestimmte Gegenwart
Schauplatz:
Eine größere Stadt (Wien), ein winziges Dorf außerhalb (Gfurt), Olfis Schule, einige Privathäuser und Cafés, sowie eine Bäckerei
Hauptfiguren:
Wolfgang "Olfi" Obermeier (14 J.), sein Bank- und auch richtiger Nachbar Axel, Ulli Ullermann, die "Erbswurstsuppe", Olfis Familie: 1 Oma, 1 Großtante, 2 Tanten, 1 Mutter, 2 große Schwestern, sein unbekannter Vater und Joschi

Inhalt

Allein unter Frauen!

Olfi Obermeier ist vierzehn und das einzige männliche Mitglied seiner Familie. Außer ihm gibt's nur eine Oma, eine Großtante, zwei Tanten, eine Mutter und zwei große Schwestern. Kein Mann weit und breit, nicht mal zu den hohen Feiertagen. Aber so richtig bewusst wird Olfi das erst, als er während der Mathe-Stunde in einer Psycho-Zeitschrift liest, dass Kinder, die von Männern betreut und erzogen werden, einen wesentlich höheren Intelligenzquotienten aufweisen als Kinder, die ausschließlich von weiblichen Personen betreut und erzogen werden... Verständlich, dass Olfi sich um die ihm zustehende Intelligenz betrogen fühlt und in eine Krise gerät!
Mit Hilfe von Nachdenkarbeit im Bad, mitgelauschten Gesprächen und erschnüffelten Tagebuchnotizen seiner Mutter macht sich Olfi deshalb an die Vater-Recherche. Dabei lernt er Joschi kennen. Sie hat, wie sich bald zeigt, tatsächlich Probleme in ihrer Familie, „verstehensmäßig“ und „schlagmäßig“. So kommt zu der einen Familiengeschichte eine zweite hinzu. Da Olfis Damenhaushalt zunächst den Ernst von Joschis Lage verkennt, machen sich die beiden auf den Weg zu Olfis Erzeuger, den dieser inzwischen ganz detektivisch ausfindig gemacht hat. Mit dessen Unterstützung und schließlich auch der von Olfis Anwalts-Mama, gelingt es, Joschi von ihrem Vater zu befreien. Diese für Olfi beglückende Erfahrung und seine zarten Gefühle gegenüber Joschi öffnen den Weg zu einem Neuanfang.

Über die Autorin

Christine Nöstlinger, 1936 in Wien geboren, gehört zu den erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautoren der Gegenwart. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Gebrauchsgrafik an der Akademie für Angewandte Kunst. 1970 veröffentlichte sie ihr erstes Kinderbuch, das Bilderbuch »Die feuerrote Friederike«. Heute hat sie über 100 Bücher für alle Altersgruppen herausgebracht, fantastische und realistische, immer sozial engagierte Geschichten, die in viele Sprachen übersetzt worden sind. Eine ihrer bekanntesten Figuren ist der »Franz«, der mit seinem Charme zum Liebling der Leseanfänger geworden ist. Als Meisterwerk ihrer fantastischen Erzählungen gilt »Konrad, das Kind aus der Konservenbüchse«. Viele ihrer Bücher wurden verfilmt. Christine Nöstlinger, die auch als Journalistin arbeitet und Romane, Essays, Zeitungskolumnen und Lyrik schreibt, hat viele renommierte Literaturpreise erhalten. 2002 war sie die erste Preisträgerin des neu geschaffenen Astrid Lindgren Gedächtnispreises ALMA. In der Begründung der Jury hierfür heißt es: "Christine Nöstlinger ist eine wahre Nichterzieherin im Sinne Astrid Lindgrens. Ihre vielseitige und äußerst engagierte Tätigkeit als Schriftstellerin ist geprägt von respektlosem Humor, scharfsinnigem Ernst und stiller Wärme, und sie steht vorbehaltlos auf der Seite der Kinder und Außenseiter."

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